(Ausschnitt aus dem Kapitel)

Sandstrand
Aber die beiden fragten ihn, ob sie sich zu ihm setzen dürften. Wenn er jetzt Nein sagt, dann hat er zwei alkoholisierte Beleidigte am Nebentisch, die unberechenbar werden können. Also sagt er “Ja”, aber dann muss er eben aufpassen, dachte er! So fragten sie ihn nach seiner Herkunft und was er hier mache. Einer der beiden erzählte dann, dass seine Mutter die Köchin des Hauses wäre. Sie selbst wären Nurse-Studenten in Cebu und würden sich während der Ferien ein paar Pesos im Resort als ‘waiter’ verdienen.
“Toll, da könnt ihr die ja wohl gleich wieder versaufen!” dachte sich Stevaro.
Sie erzählten ihm auch noch von einem ‘german friend’ dessen Namen sie aber vergessen hätten. Filipinos haben meist ein anderes Verständnis was Freundschaften angeht. Relativ oberflächliche Bekannte, nennt man bereits ‘Freund’. Hingegen sind tiefer gehende Freundschaften, im Sinne von Verlässlichkeit, eher die Ausnahme.
Stevaro dachte sich “Wahrscheinlich bin ich jetzt, nach dem Bier, auch ihr ‘friend’.”
Aber irgendwann rettete Ihn doch noch seine Familie, denn die waren ja hungrig und kamen zum Essen. Also ließen sie sich die Karte bringen und suchten sich etwas aus. Die Bedienung kam, nahm die Bestellung auf und ging zur Küche. Kurz darauf kam sie wieder zurück und erklärte, dass das Bestellte ausgegangen sei. Nun gut kann passieren, sie waren ja flexibel. Also suchten sie sich was Neues aus und bestellten nochmal. Die Zufriedenheit, welche sich nach dieser erfolgreichen Bestellung breit machen wollte, wurde dann aber jäh gestört! Denn die Bedienung kam mit Block und Stift bewaffnet aus der Küche zurück, Stevaro ahnte nichts Gutes!

Rote Bananen
Das machte ihn aber doch etwas stutzig, denn die Karte war schon klein und so fragt er, was es denn überhaupt auf der Karte gibt?
“Nothing!”
Das klingt so unglaublich, dass Stevaro vorsichtshalber noch mal nachfragt “Joke na lang?”
“No Sir, I am verry sorry. But all out of stock.”
Eigentlich wollte Stevaro sie fragen, wieso sie ihnen denn überhaupt die Karte bringt, wenn denn nichts da sei und warum sie dreimal Bestellungen entgegen nehmen will, wo doch … nein, das ist so unfassbar, so was haben sie noch nie erlebt!
“Und wie bringen wir unsere hungrigen Kinder satt?” will er von ihr wissen.
Sie schlägt ihnen vor, woanders zu essen. Aber warum sollten sie, dann wären sie doch gar nicht hierher gekommen?
‘Mr. Schluckspecht’ sitzt noch immer am Tisch dabei und hat alles seelenruhig von der Seite beobachtet, vielleicht hat er geahnt was hier für eine Show stattfinden würde und hatte sogar Eintritt bezahlen müssen, dachte Stevaro noch.
Doch da meldet der sich bereits zu Wort “Also meine Mutter ist ja hier die Küchenchefin!” lallte er.
Stevaro dachte noch “Das hast Du doch vorhin schon erzählt Du Hirni. Außerdem, hat uns gerade dieser Umstand wohl zu dem bescheidenen Ergebnis geführt! Also Klappe zu, ich muss jetzt nachdenken!”
Doch da steuerte dieser etwas unerwartet konstruktives bei …
(Fortsetzung im Buch)
